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Wichtig: die richtige Passwortwahl!

In einer Studie der Universität Cambridge wurden weltweit 70 Millionen Passwörter von Yahoo!-Nutzern analysiert und auf ihre Sicherheit hin geprüft. Das Ergebnis bringt ans Licht, wie fahrlässig User mit phantasielosen Passwörtern Hacken eine „Eintrittskarte“ zu ihren persönlichen und intimen Daten verschaffen.

Auf Platz eins der weltweit meistgenutzten Passwörter landet das Passwort „123456“. Hacker fühlen sich förmlich dazu eingeladen, mit diesem Zugangscode weltweit persönliche Postfächer, Bankkonten, intime Daten und Dokumente zu sichten und weiterzuverwenden.

Hinsichtlich der weltweiten Passwortgewohnheiten gibt es Erstaunliches zu beobachten:

Die Studie zeigt, dass im Ländervergleich die Passwörter deutscher Computernutzer besonders schwer zu knacken sind. Im weltweiten Vergleich gehören deutsche Zugangscodes neben denen der Koreaner somit zu den sichersten. In Deutschland könnte das daran liegen, dass die deutsche Sprache ungewöhnlich viele lange Wörter enthält, die Hackern mehr Zeit abverlangen.
Allerdings haben alle Länder grds. dieselben „schlechten“ Gewohnheiten:
Egal wohin man schaut, das durchschnittliche Passwort weltweit betrachtet besitzt sechs Zeichen – ein mittelmäßig begabter Hacker braucht ungefähr tausend zufällige Versuche und im Durchschnitt zehn Minuten, um dieses zu knacken. Dabei würde bereits eine neunstellige Ziffernfolge die Sicherheit um das Tausendfache erhöhen.

Chinesen nutzen vorzugsweise Zahlen als Passwörter, so dass China bei der Sicherheit seiner Passwörter im weltweiten Vergleich auf einem mittleren Platz landet.

Bei deutschen Usern war ein interessanter Unterschied zwischen den Generationen zu beobachten: Während die Accounts der Gruppe der über 55-jährigen nur mit viel Aufwand zu knacken waren, waren die Logins der bis zu 25-jährigen im Vergleich nur halb so sicher. Die Studie konnte somit zumindest im Hinblick auf die Passwortwahl das Vorurteil der hilflosen oder unsicheren älteren Internetgeneration nicht bestätigen.

Passwort-Leichtsinnigkeiten sind jedoch nicht nur bei Privatpersonen zu beobachten. Internationale Firmen und Behörden gehen geradezu fahrlässig oder auch nur einfach fantasielos bei der Wahl eines Passwortes vor. Beispielhaft hierfür sind Passwörter wie  „password1“ (weltweit das beliebteste Passwort in der internationalen Wirtschaft), gefolgt von „welcome“, „password01“ und „password2“.

Für Sie als Hintergrundinfo: Hacker testen zu Beginn häufig zunächst das Geburtsdatum, dann das Geburtsdatum der Kinder und versuchen dann, das Passwort mit persönlichen Informationen zu knacken, z.B. in welcher Stadt jemand aufwuchs oder wo derjenige zur Schule ging. Wenn das alles nichts hilft, dann ist vielleicht „123456“ erfolgreich… 🙂

Daher unser Tipp: Ein langes Passwort kombiniert mit Sonderzeichen erhöht die Sicherheit deutlich. Wählen Sie Ihr Passwort sorgfältig aus und ändern Sie es regelmäßig. Sie sind es Ihren persönlichen Daten schuldig!