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Warum werden Mails wegen fehlender RDNS abgelehnt?

Mögliches Problem

Beim Versuch, eine Mail an Sie zusenden, erhält der Absender der Mail die Fehlermeldung (Delivery-Message)

550 No RDNS entry for 123.123.123.1

Die Mail wurde offensichtlich von unserem Mailserver abgewiesen und nicht zugestellt.

 

Mögliche Ursache

Es handelt sich hier leider um eine fehlerhafte Konfiguration des Mailservers, über den der Absender seine Mail versendet. Auf diesen Zustand haben wir leider keinen Einfluss. Der Absender sollte den Betreiber seines Mailservers auf diesen Konfigurationsfehler aufmerksam machen und ihn zur Abhilfe auffordern!

 

Technischer Hintergrund

Das weltweite Aufkommen unerwünschter Werbemails (SPAM) steigt von Monat zu Monat. Mittlerweile handelt es sich bei 99% der weltweit im Umlauf befindlichen Mails um SPAM bzw. mit Viren, Würmern und Trojanern verseuchte Mails. Die Masse dieser Mails wird dabei nicht über reguläre Mailserver versendet, sondern um gehackte Einwahlrechner und Home-PCs. Diese werden von den Spammern zu ganzen Bot-Netzen zusammengeschaltet. Die immer stärker werdenden SPAM-Wellen führen dazu, dass die regulären Mailserver der Provider unter dieser Last zusammenbrechen.

 

Wie jeder Provider sind wir somit gezwungen, alle RFC-konformen Schutzmassnahmen gegen SPAM zu implementieren. Eine davon ist die Prüfung auf sogenannte ReverseDNS (RDNS) oder PointerRecords (PTR). Diese DNS-seitigen Einträge dienen der Rückauflösung einer IP-Adresse auf einen eindeutigen Hostnamen, mit der der fremde Mailserver sich bei unserem Mailserver anmeldet.

 

Nur wenn die MailServer-IP einwandfrei und korrekt auf den Hostnamen aufgelöst werden kann, wird die übermittelte Mail angenommen und intern weiter verarbeitet.

 

Mögliche Lösung

Der Absender sollte den Betreiber seines Mailservers auf diesen Konfigurationsfehler aufmerksam machen und ihn zur Abhilfe auffordern!

 

Um eine technisch einwandfreie Kommunikation zwischen Mailservern zu gewährleisten, sind alle Mailserver-Betreiber an die Einhaltung weltweit gültiger RFCs gebunden. Die DNS-seitige Definition eines funktionierenden PTR-Records für die Reverse-Auflösung der Mailserver IP gehört dabei zu den elementaren Standards. Gleiches gilt für ein RFC-Konformes „EHLO“ Kommando beim Handshake. Der Betreiber des fremden Mailservers sollte hier umgehend eine korrekte Konfiguration sicherstellen, da er durch diesen Mangel auf seiner Seite andernfalls Probleme mit der Mailzustellung an die meistens fremden Mailserver haben wird. Große Mail-Cluster-Betreiber wie Google, T-Online usw. prüfen selbstverständlich auf das Vorhandensein gültiger RDNS Einträge.

 

Kann ich die RDNS-Prüfung für meine Domain nicht ausschalten?

Nein – leider nicht!

 

Um durch den RDNS-Check überhaupt eine sinnvolle Entlastung der Mailserver zu erreichen, erfolgt die Prüfung zu Beginn des Mailserver-Handshakes, also bevor Daten übertragen werden. Aus diesem Grunde ist es auch nicht möglich, die Durchführung der Prüfung ein/aus-schaltbar zu machen und an den Benutzer zu delegieren.

 

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