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Was kann ich bei Problemen beim E-Mail-Versand tun?

Wenn Sie E-Mails empfangen, aber nicht versenden können, liegt die Ursache häufig an den Einstellungen des Postausgangsservers, einer Router-Sperre oder einer blockierten Verbindung. Mit den folgenden Schritten können Sie das Problem eingrenzen und häufig direkt beheben.

Wie äußert sich das Problem?

Der Versand über ein E-Mail-Programm wie Outlook, Thunderbird oder Apple Mail funktioniert nicht. Der Empfang von E-Mails ist weiterhin möglich. Unter Umständen funktioniert der Versand auch über ein anderes Netzwerk oder den Webmailer.

Typische Fehlermeldungen lauten beispielsweise:

  • Verbindung zum Postausgangsserver fehlgeschlagen
  • SMTP-Server nicht erreichbar
  • Authentifizierung fehlgeschlagen
  • Zeitüberschreitung beim Verbindungsaufbau
  • Relay access denied

Welche Ursachen kommen infrage?

Für Probleme beim E-Mail-Versand gibt es verschiedene mögliche Ursachen:

  • Der SMTP-Server wurde nicht korrekt eingetragen.
  • Benutzername oder Passwort sind nicht korrekt.
  • SMTP-Authentifizierung ist nicht aktiviert.
  • Port und Verschlüsselungsmethode passen nicht zusammen.
  • Der Router blockiert die Verbindung zum Postausgangsserver.
  • Eine Firewall oder Sicherheitssoftware verhindert die Verbindung.
  • Die öffentliche IP-Adresse des Anschlusses wurde vorübergehend gesperrt.
  • Das Postfach oder der Mailserver hat ein Versandlimit erreicht.

SMTP-Einstellungen kontrollieren

Öffnen Sie in Ihrem E-Mail-Programm die Einstellungen für den Postausgangsserver. Kontrollieren Sie insbesondere den Servernamen, den Benutzernamen, das Passwort, den Port und die Verschlüsselung.

Für den Versand sollten bevorzugt folgende SMTP-Ports verwendet werden:

  • Port 465 mit SSL/TLS
  • Port 587 mit STARTTLS

Bei älteren Server-Interface-Accounts kann zusätzlich Port 26 zur Verfügung stehen. Verwenden Sie Port 26 nur, wenn dieser für Ihren Account vorgesehen ist.

Port 25 sollte nicht für den Versand aus einem E-Mail-Programm verwendet werden. Dieser Port ist in vielen Zugangsnetzen gesperrt und hauptsächlich für die Kommunikation zwischen Mailservern vorgesehen.

Aktivieren Sie außerdem die SMTP-Authentifizierung. Als Benutzername wird normalerweise die vollständige E-Mail-Adresse verwendet.

Speedport überprüfen

Einige ältere Speedport-Modelle verwenden eine Liste sicherer E-Mail-Server. Ist der verwendete Postausgangsserver dort nicht eingetragen, kann der Router die SMTP-Verbindung blockieren.

  1. Melden Sie sich an der Benutzeroberfläche des Speedports an.
  2. Öffnen Sie den Bereich Internet.
  3. Wählen Sie Liste der sicheren E-Mail-Server.
  4. Öffnen Sie die Liste der erlaubten E-Mail-Server.
  5. Tragen Sie den vollständigen Hostnamen Ihres Postausgangsservers ein.
  6. Speichern Sie die Änderung.

Beim Speedport Smart 4 ist diese Funktion nach Angaben der Telekom nicht mehr vorhanden. Die Bezeichnungen der Menüpunkte können je nach Modell und Firmware abweichen.

FRITZ!Box überprüfen

Kontrollieren Sie in der Benutzeroberfläche Ihrer FRITZ!Box, ob ein E-Mail-Filter oder eine andere Zugangsregel die SMTP-Verbindung blockiert. Die verfügbaren Einstellungen und Menübezeichnungen hängen von der eingesetzten FRITZ!OS-Version ab.

Statt eine Schutzfunktion pauschal auszuschalten, sollten Sie nach Möglichkeit den verwendeten Postausgangsserver freigeben. Prüfen Sie außerdem, ob das betroffene Gerät durch ein Zugangsprofil oder eine Kindersicherung eingeschränkt wird.

Verbindung über ein anderes Netzwerk testen

Testen Sie den E-Mail-Versand vorübergehend über ein anderes Netzwerk, beispielsweise über einen mobilen Hotspot.

  • Funktioniert der Versand im anderen Netzwerk, liegt die Ursache wahrscheinlich beim Router, Internetzugang oder einer lokalen Firewall.
  • Funktioniert der Versand auch dort nicht, sollten Sie die Zugangsdaten und SMTP-Einstellungen kontrollieren.

Passwort und Benutzername prüfen

Wenn die Fehlermeldung auf eine fehlgeschlagene Authentifizierung hinweist, tragen Sie das Passwort erneut ein. Prüfen Sie auch, ob als Benutzername die vollständige E-Mail-Adresse hinterlegt wurde.

Falls das Passwort kürzlich geändert wurde, muss es in allen verwendeten E-Mail-Programmen und auf allen Geräten aktualisiert werden.

Webmailer als Gegenprobe verwenden

Melden Sie sich im Webmailer an und versenden Sie dort eine Testnachricht. Funktioniert der Versand über den Webmailer, sind das Postfach und die Zugangsdaten grundsätzlich erreichbar. Die Ursache liegt dann wahrscheinlich in der Konfiguration des E-Mail-Programms oder im verwendeten Netzwerk.

Wann sollte der Support kontaktiert werden?

Wenn der Versand trotz korrekter Einstellungen nicht funktioniert, notieren Sie bitte die vollständige Fehlermeldung sowie den verwendeten SMTP-Server, Port und die Verschlüsselungsmethode. Diese Angaben helfen dem Support bei der Fehlersuche.

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