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Lohnt sich eine strafrechtliche Verfolgung von Hacks?

Meine Webseite bzw. mein Server wurde von Hackern missbraucht.

 

Lohnt sich eine strafrechtliche Verfolgung?

Computerkriminalität & Computersabotage stellen Straftatbestände dar, die in Deutschland in schweren Fällen mit Freiheitsstrafe geahndet werden können. In der Praxis macht eine rechtliche Verfolgung (z.B. durch eine Anzeige) dennoch in der Regel leider keinen Sinn. Nach unserer langjährigen Erfahrung bleibt die Verfolgung absolut erfolglos und produziert in den meisten Fällen nur weiteren (Kosten-)Aufwand und Ärger.

 

Angreifer greifen bei ihren kriminellen Handlungen in der Regel nicht über Ihren eigenen PC und Ihren eigenen Einwahlprovider auf ein fremdes Zielsystem zu. Selbst weniger versierte Hacker und sogenannte Script-Kids bedienen sich bei Ihren Aktivitäten meist anderer, gehackter PCs/Server und verschleiern mit technischen Tricks Ihre Spuren. In der Regel gehen Hackversuche von Drittsystemen aus, die sich ihrerseits bereits in der Hand der Angreifer befinden. Dies sind in der Regel gehackte PCs ahnungsloser Internetbenutzer, die von Trojanern und anderer Schadsoftware befallen sind. Viele Angriffe werden dabei ohne manuelles Zutun des Angreifers vollautomatisch durchgeführt.

 

Die strafrechtliche Verfolgung solcher Sachverhalte steht jedem Opfer von Cyberkriminalität frei, ist aus den oben aufgeführten Gründen sehr aufwändig und in der Regel erfolglos. Dies gilt insbesondere für Zugriffe aus ausländischen IP-Netzen. Die Ermittlungsbehörden stellen daher entsprechende Verfahren meistens schon nach kurzer Zeit mangels Erfolgsaussichten ein.

 

Sofern Sie einen Missbrauchsfall dennoch juristisch verfolgen lassen möchten, ist zunächst eine Anzeige erforderlich. Zuständig ist die jeweilige Polizeidienststelle am Serverstandort, da der Serverstandort als „Tatort“ der Straftat gilt.

 

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